Neue Verordnungsmöglichkeiten der Krankenhäuser im Entlassmanagement – kommen die Änderungen noch in 2016?

Mit der Verabschiedung des  Versorgungsstärkungsgesetzes vergangenen Jahres hat die Politik der Selbstverwaltung neue Vorgaben für die Optimierung des Entlassmanagements im Krankenhaus gemacht. Gerade mit der Erweiterung der Verordnungsmöglichkeiten zur Entlassung des Patienten aus dem Krankenhaus sollen Versorgungsbrüche, wie sie heute noch auftreten behoben werden. Die Möglichkeit zur Verordnung der Medikation (kleinste Packungsgröße) sowie von Heil- und Hilfsmitteln bzw. ambulanten Pflege für die ersten 7 Tage hat dabei einige Abstimmungsprozesse mit den Krankenkassen und den niedergelassenen Ärzten hervorgerufen. So fallen diese Verordnungen z.B. unter das Budget der Kassenärzte und unterliegen somit auch der Wirtschaftlichkeitsprüfung.

Schon dem Gesetzgeber war klar, dass diese Änderungen einen erweiterten Abstimmungsprozess zwischen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der GKV Spitzenverband  (GKV-SV) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) notwendig macht. Der hierfür vorgesehene „Rahmenvertrag zum Entlassmanagement“ konnte aber bisher nicht zwischen den drei Vertragspartnern abgeschlossen werden. Das haben die Parteien nun dem Bundesgesundheitsministerium mitgeteilt und auf diesem Wege das im Gesetz vorgesehen Verfahren vor dem Schiedsamt eingeleitet. Binnen drei Monate soll das Schiedsamt den vorliegenden Entwurf beraten und eine Einigung herbeiführen (http://www.hcm-magazin.de/vertragspartner-wollen-schiedsamt-anrufen/150/10660/334321).

Dies ist auch dringend notwendig, hatte doch der Gemeinsame Bundesausschuss bereits Ende des letzten Jahres die Voraussetzungen  die Richtlinien für die Verordnungsweitergabe angepasst. Nun warten die Krankenhäuser gespannt auf die Einigung der Selbstverwaltungsorgane durch das Schiedsamt. Es ist davon auszugehen, dass eine Einigung erst zum Ende des Jahres erfolgen und damit auch erst in Kraft treten wird. Dabei sind die Weichen auf Seiten der Krankenhausinformationssysteme zur Unterstützung der Verordnungserstellung nach den neuen Vorgaben schon gestellt. Aber auch die KIS Hersteller sind am Ende angewiesen auf die finalen Vorgaben des Rahmenvertrags zwischen den Krankenhäusern, den niedergelassenen Ärzten sowie der Krankenkassen.

com2health erwartet mit dem dreiseitigen Vertrag eine vermehrte Aufmerksamkeit der Krankenhäuser für die weiterhin notwendige Optimierung der Prozesse im Entlassmanagement. Mit caseguide erhalten Krankenhäuser heute schon die Möglichkeit die im dreiseitigen Vertragsentwurf geforderten strukturierten Entlassplan ohne großen Aufwand zu erstellen und bei Bedarf auch an die Krankenkasse weiterzugeben. Über connectpartner von com2health lassen sich Hilfsmittelverordnungen einfach und rechtssicher erstellen sowie digital an die versorgenden Sanitätshäuser weitergeben. Darüber hinaus erhalten Krankenhäuser über connectpartner auch die Möglichkeit Lieferinformationen und Rückfragen mit Sanitätshäusern auszutauschen.

By | 2016-09-07T17:44:03+00:00 31 August 2016|Allgemein|0 Comments

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